Abteilung Gesundheitssport

Wirbelsäulengynmastik

Der Kurs richtet sich an alle, die ihre Muskulatur kräftigen, ihre Ausdauerleistung verbessern möchten und beweglicher werden wollen. Ein ganzheitliches Haltungs- und Bewegungstraining wird die Körperhaltung und die Bewegungsabläufe auch im Alltag verbessern. Gezielte Gymnastik und Entspannungsübungen ergänzen das Programm.

Kommen Sie einfach unverbindlich und kostenlos zu einem Probetraining vorbei.

Jeden Montag + Mittwoch 19.00 Uhr

Alte Turnhalle Glienicke
Hauptstraße 64
16548 Glienicke / Nordbahn

Haltungs- und Bewegungssystem

Das Haltungs- und Bewegungssystem hat schon dem Namen nach zwei (sich eigentlich) widersprechende Funktionen – stützen und bewegen. Unterschieden werden aktive und passive Anteile. Diese weisen anatomische und physiologische Unterschiede auf.

Die motorische Einheit

Die funktionelle Einheit der Muskulatur ist die motorische Einheit. Sie besteht einem Motoneuron (motorischer Nerv, der den Muskel versorgt) und der von diesem Motoneuron innervierten Gruppe von Muskelfasern. Die Anzahl der motorischen Einheiten, über die ein Muskel verfügt, ist sehr unterschiedlich. Je komplexer und genauer ein Muskel gesteuert werden muss, desto weniger Muskelfasern werden von einem Motoneuron versorgt. Bei den Augenmuskeln beispielsweise sind in einer motorischen Einheit nur ca. 10 Muskelfasern. Andere Muskeln wie die Skelettmuskeln der Beine, die nicht so fein gesteuert werden müssen, haben bis zu 2.000 Muskelfasern in einer motorischen Einheit.

Gelangt ein Reiz über das Motoneuron einer motorischen Einheit an die dazugehörigen Muskelfasern, so kontrahieren diese Muskelfasern maximal. Die Stärke der Kontraktion ist nicht abhängig von der Stärke des Reizes. Es gibt entweder eine maximale Kontraktion oder gar keine. Dieser Mechanismus wird als Alles-oder-Nichts-Regel bezeichnet. Die Stärke der Muskelkontraktion des einzelnen Muskels hängt deshalb davon ab, wie viele motorische Einheiten auf einmal zur Kontraktion angeregt werden.

Wirbelsäule des Menschen

Die Wirbelsäule des Menschen ist ein sehr komplexes und erstaunliches Gebilde. Sie kann Lasten tragen bis zu einer Tonne, ist äußerst beweglich und besitzt Stabilität trotz ihrer feinen Gliederung. Aufgrund der Aufrichtung des Menschen ist sie sehr spezifischen Anforderungen ausgesetzt.

Muskuläre Dysbalancen

„Bist Du zu stark, bin ich zu schwach …”

Aufgrund ihrer spezifischen Funktionen und demzufolge auch spezifischen Strukturen neigen Halte- und Bewegungsmuskeln zu typischen Antworten auf Fehlbelastungen: phasische Muskeln neigen zur Abschwächung, tonische Muskeln zur Verkürzung. Aber auch andere Einflussfaktoren können diese Tendenzen hervorrufen:

Haltungsschwäche/-schäden

Tagtäglich kämpft der Mensch (meistens) unermüdlich gegen die Schwerkraft. Je nach Funktionszustand der Muskeln und der Art der einwirkenden Faktoren ergeben sich unterschiedliche Haltungsbilder. Zum Teil weisen sie davon auf, dass die Haltemuskeln den Kampf gegen die Schwerkraft „verloren“ haben und sich der Körper nicht mehr in seinem ökonomischen Lot befindet. Bei Aufforderung kann diese Fehlhaltung jedoch ausgeglichen werden (Haltungsschwäche), was bei einem manifesten Haltungsschaden nicht mehr funktioniert.

 

Haltungsschwächen sind Frühwarnzeichen einer ungenügenden Bewältigung der Haltungsaufgaben. Durch gezieltes präventives Training kann man ihnen begegnen.

Tilo Kussatz entwickelte diese Website.

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